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Urlaub ist auch während der Ausbildung ein wichtiges Thema, denn die Zeit als Azubi kann oft stressig und fordernd sein. Umso wichtiger ist es, sich regelmäßig Pausen zu gönnen und neue Energie zu tanken. Viele Auszubildende sind sich jedoch unsicher, welche Rechte sie haben und worauf sie bei der Urlaubsplanung achten müssen.
Grundsätzlich steht dir als Azubi bezahlter Urlaub zu, der gesetzlich geregelt ist. Wenn du noch unter 18 Jahre alt bist, greift das Jugendarbeitsschutzgesetz, das dir – je nach Alter – zwischen 25 und 30 Werktage Urlaub im Jahr zusichert. Bist du bereits volljährig, gilt das Bundesurlaubsgesetz. In diesem Fall hast du bei einer 5-Tage-Woche mindestens 20 Urlaubstage pro Jahr. Allerdings lohnt sich immer ein Blick in deinen Ausbildungsvertrag, denn viele Betriebe bieten freiwillig mehr Urlaub an.
Wichtig ist, dass du deinen Urlaub nicht einfach selbst festlegen kannst. Du musst ihn immer beantragen und er muss von deinem Betrieb genehmigt werden. Dabei sollen deine Wünsche grundsätzlich berücksichtigt werden, allerdings können betriebliche Gründe – wie Personalmangel oder wichtige Projekte – dazu führen, dass dein Antrag abgelehnt wird. Außerdem darfst du deinen Urlaub in der Regel nicht während der Berufsschulzeit nehmen, da diese als verpflichtender Teil deiner Ausbildung gilt.
Für minderjährige Azubis gibt es noch eine Besonderheit: Ihr Urlaub sollte möglichst in die Schulferien gelegt werden. Zudem kann es sein, dass dein Betrieb sogenannte Betriebsferien festlegt, zum Beispiel über Weihnachten oder im Sommer. Diese Zeiten werden dann auf deinen Urlaubsanspruch angerechnet. Auch in der Probezeit hast du bereits Anspruch auf Urlaub, allerdings wird dieser meist anteilig berechnet.
Damit es mit deinem Wunschurlaub funktioniert, ist eine gute Planung entscheidend. Es empfiehlt sich, deinen Urlaub frühzeitig zu beantragen, vor allem wenn du in beliebten Zeiten wie den Sommerferien oder rund um Feiertage frei haben möchtest. Auch die Abstimmung mit deinen Kollegen kann hilfreich sein, um Überschneidungen zu vermeiden. Achte außerdem darauf, deinen Urlaub rechtzeitig zu nehmen, da er sonst unter Umständen verfällt.
In der Praxis berichten viele Azubis, dass eine offene Kommunikation mit dem Ausbilder besonders wichtig ist. Wer zuverlässig arbeitet und seine Aufgaben ernst nimmt, hat oft bessere Chancen, Wunschtermine genehmigt zu bekommen. Spontane Urlaubsanfragen sind dagegen häufig schwieriger durchzusetzen, vor allem in kleineren Betrieben.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Als Azubi hast du klare Rechte in Bezug auf deinen Urlaub, musst aber auch die betrieblichen Abläufe berücksichtigen. Wenn du früh planst, dich gut abstimmst und das Gespräch suchst, steht einer erholsamen Auszeit nichts im Weg.

