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Stell dir vor: Du gibst dir bei einer Aufgabe auf der Arbeit richtig Mühe, aber deinem Vorgesetzten gefällt das Ergebnis nicht. Statt Lob hörst du nur ein trockenes: „Das könnte man aber anders machen.“
Zack – die Motivation ist im Keller.
Völlig verständlich, schließlich hast du dein Bestes gegeben. Aber ist ehrliches Feedback wirklich etwas Schlechtes – oder bringt es dich eigentlich weiter?
Die Wahrheit ist: Negatives Feedback zieht im ersten Moment runter. Doch meistens ist es gar nicht böse gemeint. Im Gegenteil: Oft hilft es dir, noch mehr aus dir herauszuholen. Denn am Ende gilt: Nur aus Fehlern lernt man und wird Schritt für Schritt besser.
Trenne Sache von Person
Warum tut Kritik am Anfang oft weh? Weil wir Fleiß und Zeit investieren und am Ende stolz auf unser Werk sind. Wenn dann Kritik kommt, fühlt es sich schnell so an, als würde man uns als Person bewerten. Wenn jemand das Ergebnis kritisiert, fühlt es sich schnell so an, als würde er dich als Mensch kritisieren.
Der wichtigste Merksatz für deine Ausbildung oder deinen ersten Job: Kritik geht an deine Aufgabe – nicht an deinen Wert als Person. Dein Chef findet nicht dich unfähig, sondern möchte nur das Ergebnis der Arbeit verbessern. Wenn du diese Trennung im Kopf hinbekommst, verliert Kritik ihren Schrecken.
3 Tipps, wie du Feedback annimmst
- Erst durchatmen, dann antworten: Reagiere nicht sofort aus der Emotion heraus mit Ausreden („Ja, aber ich hatte keine Zeit…“). Bleib ruhig, zähle gedanklich bis 3 und lass das Gesagte kurz kommen.
- Souverän bleiben statt grimmig werden: Nimm eine offene Haltung ein. Auch wenn die Rückmeldung negativ ist: Bleib freundlich und nimm sie professionell an, anstatt dich zu verschließen oder genervt zu wirken.
- Verstehe den Grund dahinter: Hinterfrage die Ursache. Warum sieht dein Gegenüber das so? Oft erkennst du mit etwas Abstand, dass die Kritik berechtigt war und dir eine Abkürzung für das nächste Mal zeigt.
3 Tipps, wenn du selbst Feedback gibst
Im Team oder bei Gruppenarbeiten wirst du auch in die Lage kommen, anderen Rückmeldung zu geben. So machst du es richtig:
- Konstruktiv statt verletzend: Achte darauf, dass dein Gegenüber die Kritik nicht persönlich nimmt. Formuliere deine Worte so, dass sie helfen und nicht angreifen (z. B. Ich-Botschaften nutzen: „Ich habe diesen Punkt noch nicht ganz verstanden“).
- Auch Lob gehört dazu: Feedback ist keine Einbahnstraße für Kritik! Wenn dir etwas besonders gut gefällt, sag es direkt. Positives Feedback motiviert extrem und baut Vertrauen auf.
- Immer eine Lösung anbieten: Sag nicht nur, was nicht klappt, sondern gib direkt einen kurzen Tipp, wie es besser werden könnte.
Fazit: Am Anfang deiner Karriere erwartet niemand, dass du alles perfekt kannst. Sieh Feedback nicht als Urteil über dich, sondern als kostenlose Hilfe für deinen Erfolg!

