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Finanzen sind für Azubis ein wichtiges Thema – schließlich verdienen sie zum ersten Mal eigenes Geld, muss aber oft selbst für Miete, Essen und andere Kosten aufkommen. Mit etwas Planung lässt sich auch mit einem kleineren Einkommen gut haushalten und sogar sparen.
Wie kann ich am besten sparen?
Der wichtigste Grundsatz lautet: Erst sparen, dann ausgeben. Sobald dein Gehalt auf dem Konto ist, solltest du dir einen festen Betrag per Dauerauftrag auf ein separates Sparkonto überweisen. So kommst du gar nicht erst in Versuchung, das Geld anderweitig auszugeben. Eine gute Faustregel ist die Zehn-Prozent-Regel: Wenn du etwa 800 Euro netto verdienst, legst du 80 Euro pro Monat beiseite. So baust du langsam, aber sicher Rücklagen auf. Es lohnt sich außerdem, konkrete Sparziele zu haben – etwa für den Führerschein, den Urlaub oder einfach einen Notgroschen. Wenn dein Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen (VL) anbietet, solltest du diese unbedingt nutzen, denn damit bekommst du monatlich bis zu 40 Euro zusätzlich vom Betrieb für deinen Sparplan.
Wie funktioniert ein Budgetplan?
Ein gut geplanter Budgetplan ist die Grundlage für einen sicheren Umgang mit Geld. Er hilft dir, deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben im Blick zu behalten und sorgt dafür, dass du wichtige Zahlungen pünktlich erledigen kannst. Dabei teilst du dein Einkommen am besten in feste und variable Kosten auf. Feste Kosten sind alle regelmäßigen Zahlungen wie Miete, Strom, Handyvertrag, Versicherungen oder Fahrtkosten. Diese Ausgaben sollten immer zuerst gedeckt werden.
Anschließend kommen die variablen Ausgaben wie Lebensmittel, Freizeit, Kleidung oder persönliche Wünsche. Du kannst selbst bestimmen, wie viel du dir leisten möchtest, und dir feste Grenzen setzen. Es ist sinnvoll, Rücklagen für unregelmäßige Ausgaben wie Urlaube, Geschenke oder Reparaturen einzuplanen. Ebenso wichtig ist das Sparen: Überweise gleich nach Gehaltseingang einen festen Betrag auf dein Sparkonto, damit das Geld nicht unbemerkt verschwindet.
Eine Finanzplanung soll dir helfen, bewusster mit deinem Geld umzugehen – nicht, dich einzuschränken. Wenn du deine Finanzen regelmäßig überprüfst und anpasst, bekommst du schnell ein gutes Gefühl dafür, wofür du Geld ausgibst und wo du vielleicht noch etwas sparen kannst. So behältst du die Kontrolle über deine Finanzen und kannst auch mit kleinem Einkommen sicher und entspannt leben.
Sind Finanzapps eine Hilfe?
Um den Überblick zu behalten, sind Finanzapps eine Hilfe. Besonders beliebt ist Finanzguru, das dein Konto automatisch auswertet und dir zeigt, wofür du dein Geld ausgibst. Auch Money Manager ist einfach zu bedienen und eignet sich perfekt als digitales Haushaltsbuch. Wenn du später mit dem Investieren beginnen möchtest, sind Apps wie Trade Republic oder Scalable Capital interessant – dort kannst du mit kleinen Beträgen ETF-Sparpläne (regelmäßige Geldanlagen) starten. Für automatisches Kleinsparen sind auch Anbieter wie Revolut mit ihrer Aufrundungsfunktion praktisch.

